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3D-Geobasisdaten


Als Geobasisdaten werden die Daten des amtlichen Vermessungswesens bezeichnet, welche die Landschaft, die Liegenschaften und den einheitlichen geodätischen Raumbezug anwendungsneutral nachweisen und beschreiben.

Als originäre Datenquellen für dreidimensionale Daten der Landschaft werden beim LGLN luftgestützte Bild- und Laserscandaten verwendet. Die Laserscandaten bestehen aus einer Ansammlung an 3D-Messpunkten (Höhenpunkten), die in ihrer Gesamtheit auch als Laserscan-Punktwolke bezeichnet werden. Während es sich bei der Laserscan-Punktwolke bereits um dreidimensionale Daten handelt, müssen diese bei den 2D-Bilddaten zunächst noch erzeugt werden. Hierzu werden photogrammetrische Verfahren wie die Stereoskopie und die Bildkorrelation (Dense Image Matching) verwendet. Dabei erzeugen stereoskopisch auswertbare Luftbilder in Form von Stereobildpaaren, sog. Orientierte Luftbilder, den räumlichen Eindruck von Tiefe, während durch die dichte Bildzuordnung eine Ansammlung an Höhenpunkten erzeugt wird, die in ihrer Gesamtheit auch als Matching-Punktwolke bezeichnet werden. Die Laserscan-Punktwolke und die Matching-Punktwolke sind Teil der 3D-Messdaten.

Auf Grundlagen der 3D-Messdaten lässt sich die topographische Situation durch ein regelmäßiges Gitter an Höhenpunkten beschreiben. Hierbei wird zwischen dem Digitalem Geländemodell (DGM) und dem Digitalem Höhenmodell (DOM) unterschieden. Während das DGM die natürliche Erdoberfläche repräsentiert, liegen in dem DOM auch alle zum Erfassungszeitpunkt vorhandenen Objekte (z.B. Gebäude, Vegetation usw.) vor. Des Weiteren werden auf Grundlage der 3D-Messdaten digitale Gebäudemodelle in unterschiedlichen Detailstufen (LoD1 und LoD2) erzeugt.

Sowohl die 3D-Messdaten, als auch alle davon abgeleiteten Produkte (DGM, DOM und 3D-Gebäudemodelle) werden vom LGLN für ganz Niedersachsen unter Berücksichtigung der AdV-Produkt-Standards (s. nebenstehende Informationsmaterialien) bereitgestellt.


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