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3D-Geobasisdaten

Als Geobasisdaten werden die Daten des amtlichen Vermessungswesens bezeichnet, welche die Landschaft, die Liegenschaften und den einheitlichen geodätischen Raumbezug anwendungsneutral nachweisen und beschreiben.

Stereoskopisch auswertbare Luftbilder in Form von Stereobildpaaren, sog. Orientierte Luftbilder, bilden eine originäre Datenquelle für dreidimensionale Daten der Landschaft. Der ursprüngliche Verwendungszweck dieser Luftbilddaten besteht in der Verwendung als Luftbildkarte oder als Hintergrunddaten in einem GIS. Sie dienen auch als Erstellungs- und Fortführungsgrundlage von Topographischen Karten.

Die 3D-Luftbilder (Luftbild-Stereomodelle) werden für ihre Weiterverwendung in ihrer Dimensionalität reduziert. Sie werden entweder in eine 2D-Kartenprojektion (Orthophoto) entzerrt oder hinsichtlich der Geländeoberfläche so interpretiert und ausgewertet, dass aus den 3D-Messdaten ein 2,5D-Geländemodell (DGM) abgeleitet werden kann. Das DGM5 mit einer Gitterweite von 10,0 m kann auch auf der Grundlage von terrestrischen Höhenmessungen oder von Höhendaten aus luftgestütztem Lasercanning entstanden sein. Ein DGM25 und DGM50 mit geringerer Auflösung ergänzen das DGM5.

Durch das Verfahren der automatischen Bildzuordnung (Bildkorrelationsverfahren) ist es möglich, aus den Orientierten Luftbildern durch Matching 3D-Punktwolken zu generieren. Aus diesen lassen sich 3D-Messdaten, ein bildbasiertes Digitales Oberflächenmodell (bDOM) und ein Digitales Gebäudemodell des Levels of Detail1 (LoD1) ableiten.

Mit dem Erfassen des niedersachsächsischen Bereichs durch Airborne Laserscanning, können die 3D-Messdaten aus den Punktwolken dieses Höhenmessverfahrens entstehen. Ein 3,0D-DGM1 und -DOM1 mit einem 1m-Gitter können künftig aus den Daten aufgebaut werden, die auch die Basis für das dann angebotene LoD1 der 3D-Gebäudemodelle bilden. Erste Datensätze dieser 3D-Geobasisdaten werden im Lauf des Jahres 2016 vorliegen.

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