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Einführung von ETRS89 und der UTM-Abbildung

Mit der Umstellung auf die neuen Informationssysteme AFIS, ALKIS und ATKIS führte Niedersachsen auch ein neues amtliches Koordinatenreferenzsystem ein:

Das Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 (ETRS89) hat in Verbindung mit der Universalen Transversalen Mercator (UTM)-Abbildung den Lagestatus 100 (LS100), d. h. Gauß-Krüger-Koordinaten im Deutschen Hauptdreiecksnetz, als Landesbezugssystem der Lage abgelöst.

Am folgenden Beispiel werden die unterschiedliche Struktur und die Koordinatenwerte für denselben Punkt in Niedersachsen deutlich:

Altes Bezugssystem Neues Bezugssystem
Gauß-Krüger-Koordinaten (R, H): UTM-Koordinaten (E, N):
Rechtswert in m Hochwert in m East North
3 554 643,584 5 808 517,070 32 554 549,526 5 806 633,017


Alle Bundesländer führen sukzessive ETRS89 und UTM ein und schaffen so die einheitliche Basis für eine zukunftsfähige Geodateninfrastruktur in Europa. Dadurch werden auch die direkte Positionierung und Navigation mit den Satellitennavigationssystemen GPS, GLONASS und dem zukünftigen europäischen System Galileo möglich.

Ein weiterer Vorteil des neuen Abbildungssystems besteht für die Nutzer der Geobasisdaten darin, dass Niedersachsen statt bisher in drei Gauß-Krüger-Meridianstreifen jetzt ausschließlich in der UTM-Zone 32 abgebildet wird.

Für die Umstellung von Geofachdaten auf das Lagebezugssystem ETRS89/UTM werden zwei amtliche Transformationsmodelle kostenfrei bereit gestellt:
  • Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) stellt den Transformationsansatz BeTA2007 zur Transformation von bundesweiten Geodaten mit topographischer Genauigkeit zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der AdV.
  • Für die Umstellung von Anwendungen und Datenbeständen in Niedersachsen, die auf Basis der Liegenschaftskarte geführt werden, wird GNTRANS_NI bereitgestellt. Es wird als GNTRANS_NI EXEC (Konsolenanwendung und grafische Benutzeroberfläche) und als GNTRANS_NI API (Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung) angeboten.




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