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Landesvermessung aktualisiert Luftbilder

Vorbereitungen beginnen am Boden


VKV
Lena Marie Jaerneke vom Katasteramt Lüneburg beim Markieren der Signalisierung. Im Hintergrund Truppführer Thomas Brendemühl (li) und Messgehilfe Christian Schult

Im dreijährigen Turnus lässt die Landesvermessung Niedersachsen aktuelle Luftbilder erstellen. In diesem Jahr ist die Regionaldirektion Lüneburg des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) mit den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen dabei.

Vor der Befliegung, die ab Mitte März beginnt, sind am Boden Markierungsarbeiten erforderlich, die jetzt von den zuständigen Katasterämtern in Winsen, Lüneburg, Lüchow und Uelzen durchgeführt werden.

Joachim Weiß koordiniert im Katasteramt Lüneburg den Bildflug für die Regionaldirektion Lüneburg. „Wir müssen ausgewählte Vermessungspunkt in der Landschaft luftsichtbar signalisieren. Dazu werden wir weiße Kunststoffplatten von 50 x 50 cm Größe und einen Meter lange Kunststoffplatten am Boden befestigen. wo es möglich ist, zum Beispiel auf Fahrbahnen, markieren wir diese Signale mit weißer Farbe.“

Joachim Weiß bittet die Bevölkerung und besonders die Grundstückseigentümer um Unterstützung. „Die Signale dürfen nicht entfernt, verändert oder zerstört werden. Sie sind durch das Vermessungs- und Katastergesetz geschützt. Zum Signalisieren müssen die Mitarbeiter der Katasterämter auch private Grundstücke betreten. Dazu sind sie offiziell berechtigt.“

Wie lange die Signale erhalten werden müssen, hängt vom Wetter ab. Die Bildflüge können nur bei besonders klarer und sonniger Wetterlage durchgeführt werden. Im ungünstigen Fall kann dieses bis zum Mai dauern. Danach wäre eine Befliegung nicht mehr möglich, weil die Bäume belaubt sind und den Blick auf den Boden versperren.

„Wir müssen die Signale regelmäßig kontrollieren, damit die Befliegung reibungslos verlaufen kann, und nach dem Bildflug räumen wir sie auch wieder ab“, betont Joachim Weiß.

Der neue Bildflug ist für die Arbeit in der Landesvermessung sehr wichtig. Geodaten und topografische Karten können anhand der Bilder in einfacher und kostengünstiger Weise aktualisiert werden. Das spart öffentliche Mittel.

Die Luftbilder werden aber auch für die Arbeit in den Kommunen und für Planungen benötigt.

Auch für private Zwecke können Luftbilder erworben werden. Das Archiv der Landesvermessung umfasst über 800.000 Luftbildoriginale. Die ersten stammen aus den 50er Jahren des vergangen Jahrhunderts.

Neue Luftbilder haben eine Bodenauflösung von 20 Zentimetern je Pixel (Bildpunkt). Straßen, Wege, Gebäude und andere Objekte können also sehr gut erkannt werden.

Bevor die neuen Luftbilder in den Verkauf kommen, müssen sie entzerrt und georeferenziert werden. Geländehöhen und –senken werden so angepasst, dass die Bilder mit amtlichen Karten übereinstimmen.

Zu erwerben sind die Luftbilder als sogenannte Orthophotos digital oder als Papierabzug ab Jahresende bei den örtlichen Katasterämtern () oder bei der Landesvermessung in Hannover (www.lgln.de/lgn).
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