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Immer mehr Kommunen nutzen Baulücken- und Leerstandskataster

Über 100 der insgesamt 412 Städte, Samt- und Einheitsgemeinden in Niedersachsen nutzen inzwischen das vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) angebotene Baulücken- und Leerstandskataster, weitere 40 sind als Interessenten registriert und wöchentlich werden es mehr. Inzwischen zeigen auch umliegende Bundesländer Interesse und die allgemeine Ressortforschung des Bundes greift auf das niedersächsische Modell als erprobtes und gelungenes Beispiel zurück.

„Neben der einfachen Erfassung und Anzeige von Leerständen und Baulücken, schätzen die Kommunen besonders die Anzeige der Einwohneraltersstruktur. Damit können überalterte Wohnquartiere erkannt und rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden" erklärt Doris Kleinwächter, Dezernatsleiterin im LGLN. Einmal jährlich werden dazu Teile der Einwohnermeldedaten mit den Karten verschnitten. Angezeigt werden Adressen ohne Einwohnermeldedaten, um potentielle Leerstände zu finden, Adressen mit Kindern verschiedener Altersstufen, mit ausschließlich älteren Bewohnern in mehreren Kategorien sowie von Einpersonenhaushalten. Der jeweils jüngste Bewohner eines Grundstücks ist maßgebend für die farbliche Kennzeichnung einer Adresse.

Das Baulücken- und Leerstandskataster wurde speziell für Kommunen entwickelt und hilft in erster Linie den Verwaltungen. Diese versprechen sich davon eine konkrete Unterstützung bei der Stadt- oder Ortsentwicklungsplanung, beispielsweise bezogen auf Schulen und Schulwege, Spielplätze, Senioren- und Nahversorgungseinrichtungen oder ärztliche Versorgung.

Oder sie nutzen es als vorbeugende Maßnahme, um die Notwendigkeit der Bebauung von Flächen auf der „Grünen Wiese" begründen zu können. Das ist seit letztem Jahr gesetzliche Pflicht. Stärkung der Innenentwicklung heißt das Schlagwort, unter dem vorzugsweise Brachflächen, leerstehende Gebäude, Baulücken und andere Nachverdichtungsmöglichkeiten genutzt werden sollen.

Mithilfe einer einfachen Schnittstelle können Baulücken und leerstehende Gebäude über eine kommunale Internetseite angeboten werden, soweit gewünscht und vom Eigentümer erlaubt.

Das Baulücken- und Leerstandskataster ist ausschließlich über das Landesintranet zugänglich und die Nutzung kostet eine Kommune jährlich nur knapp 450 Euro. Kennung und Passwort garantieren die für den Datenschutz wichtige Beschränkung auf das eigene Gemeindegebiet. Ansprechpartner für die Kommunen sind in allen Regionaldirektionen des LGLN zu finden. Die Regionaldirektion Sulingen des LGLN betreut das Kataster federführend. Für inhaltliche und organisatorische Fragen steht Doris Kleinwächter zur Verfügung, technischer Ansprechpartner ist Stephan Brunek.

Das Kataster entstand 2011/2012 im Projekt „Umbau statt Zuwachs" der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus und wurde 2013 im Regionalmanagement Mitte Niedersachsen als Modellregion im MORO-Aktionsprogramm „Regionale Daseinsvorsorge" weiter entwickelt.

www.lgln.de/blk

Kontakt:

Doris Kleinwächter, E-Mail: doris.kleinwaechter@lgln.niedersachsen.de, Mobil 0176 62238204

• Dezernatsleiterin im LGLN, Regionaldirektion Sulingen , Galtener Str. 16, 27232 Sulingen, Tel.: 0 4271 801-115

• Beauftragte für Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit im LGLN, Podbielskistraße 331, 30659 Hannover, Tel.: 0 511 64609-384

Stephan Brunek, E-Mail: stephan.brunek@lgln.niedersachsen.de

• LGLN, Regionaldirektion Sulingen , Galtener Str. 16, 27232 Sulingen, Tel.: 0 4271 801-518

CeBIT-Präsentation des Baulücken- und Leerstandskatasters

Stephan Brunek und Doris Kleinwächter präsentieren das niedersächsische Baulücken- und Leerstandskataster auf dem Stand des Landes Niedersachsen auf der diesjährigen CeBIT in Hannover

Niedersachsenübersicht BLK-Nutzung

105 Städte, Samt- und Einheitsgemeinden in Niedersachsen nutzen das Baulücken- und Leerstandskataster

Baulücken- und Leerstandskataster

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