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Niedersachsen und Galileo

Bei der niedersächsischen Landesvermessung laufen die Fäden zusammen, um das europäische Satellitennavigationssystem Galileo in den Satellitenpositionierungsdienst SAPOS der deutschen Landesvermessung zu integrieren. Niedersachsen stellt mit Dr. Cord-Hinrich Jahn vom LGLN (Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen) auch den Beauftragten des Bundesrates für Galileo. Dr. Jahn wird in dieser Funktion regelmäßig als Fachmann zu Rate gezogen.

Im Galileo-Zentrum am Braunschweiger Forschungsflughafen wird seit fünf Jahren daran gearbeitet, dass das Galileo-System zuverlässig und sicher funktioniert. Gebaut werden die Galileo-Satelliten in Bremen von der OHB System AG. Die ersten beiden operativen Galileo-Satelliten wurden im vergangenen Jahr in den Weltraum gebracht. Bis 2018 soll das europäische System vollständig verfügbar sein. Die zusätzlichen Satelliten des Galileo-Systems werden die Positionsbestimmung verbessern und damit die Anwendungsmöglichkeiten erweitern. Der Satellitenpositionierungsdienst der Landesvermessung wird diese Entwicklung durch die rechtzeitige Integration von Galileo unterstützen - die Vorbereitungen laufen.

Zentimetergenau an Ort und Stelle sein
Den eigenen Standort punktgenau bestimmen. Oder ein Kreuzfahrtschiff präzise durch die Ems navigieren. Das leistet der Satellitenpositionierungsdienst der Landesvermessung. Der Dienst nutzt zurzeit dafür die Signale der amerikanischen und russischen Satellitennavigationssysteme GPS und GLONASS. Die Signale werden von Bodenstationen der Landesvermessung kontinuierlich ausgewertet und so korrigiert, dass Nutzer ihren Standort zentimetergenau ermitteln können. Der Positionierungsdienst eignet sich damit beispielsweise für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft, im Natur- und Umweltschutz, in der Energieversorgung und Telekommunikation, im Straßen- und Eisenbahnbau, in der Schifffahrt und Hydrographie sowie für den Küstenschutz.

Wir Niedersachsen für ganz Deutschland
SAPOS ist in allen Bundesländern verfügbar. Zentraler Ansprechpartner für überregional tätige Kunden ist die Zentrale Stelle SAPOS. Diese ist im Auftrag der Länder seit dem 1. Oktober 2003 in Niedersachsen im Geschäftsbereich Landesvermessung und Geobasisinformation des LGLN eingerichtet. Ungeachtet des föderalen Aufbaus des deutschen Vermessungswesens sind somit bundesweit einheitliche Standards gewährleistet.

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN)
Das LGLN wurde 2011 gegründet. Ein Vorstand leitet die rund 3200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Niedersachsen. Zum Landesamt gehören neben zentralen Geschäftsbereichen die Landesvermessung und Geobasisinformation, das Servicezentrum Agrarförderung und Landentwicklung sowie 14 Regionaldirektionen. Die Regionaldirektionen vereinen unter ihrem Dach die niedersächsischen Katasterämter, die Ämter für Landentwicklung, die Moor- und die Domänenämter sowie die Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte.

www.lgln.de

Antenne einer Referenzstation der Landesvermessung in Wilhelmshaven

Antenne einer Referenzstation der Landesvermessung in Wilhelmshaven (Niedersachsenweit sind 41 Referenzstationen verfügbar)

Antenne einer Referenzstation der Landesvermessung in Wilhelmshaven

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